Sonstiges
Denkmalkategorie

Barackenwand KZ-Außenkommando Duderstadt

Über dieses Denkmal

Im Frühjahr 2008 wurde die letzte bis dahin erhalten gebliebene Unterkunftsbaracke der Frauen des KZ-Außenkommandos Duderstadt abgerissen. Teile dieser Baracke werden in der Ausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939–1945“ verwendet. Am 4.11.1944, auf dem Weg über das KZ Bergen-Belsen, gelangten 747 ungarische und drei polnische bzw. tschechische Jüdinnen nach Duderstadt. Das Lager war ein Außenlager des KZ Buchenwald.

Programm

Zwangsarbeit und KZ-Terror in Südniedersachsen Das mörderische System der nationalsozialistischen Konzentrationslager erstreckte sich bis nach Südniedersachsen. Zwei große Außenkommandos des KZ Buchenwald befanden sich hier. In unserer Ausstellung zeigen wir Elemente der letzten KZ-Baracke aus Duderstadt. Dass sie noch im Jahr 2008 einfach abgerissen werden konnte, legt beredtes Zeugnis ab von der Auseinandersetzung um die NS-Vergangenheit. In der Führung wollen wir den Hintergrund des KZ-Außenkommandos Duderstadt erklären und die Situation seiner Insassinnen beleuchten: Mehr als 750 größtenteils ungarische Jüdinnen, die über die KZ Auschwitz und Bergen-Belsen im November 1944 nach Duderstadt deportiert wurden, mussten hier Zwangsarbeit in der Munitionsfabrik Polte leisten. Auch auf die Rolle des KZ-Systems für die Zwangsarbeit wird eingegangen. Wir wollen diskutieren, was das für die Zwangsarbeitenden bedeutete und wie wir heute angemessen an diese Lager erinnern können.

Hinweise


Der Eintritt zur Ausstellung und zur Führung ist frei, um eine Spende wird gebeten.

Veranstaltet von der Geschichtswerkstatt Göttingen e.V. und der Ausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945“