Ehemalige Karmeliter-Klosterkirche
Über dieses Denkmal
Die Kirche wurde um 1400-06 als Stiftung des Ritters Hans V., seiner Ehefrau Iland von Dhaun, seiner Brüder Eberhard und Konrad sowie seines Neffen Konrad erbaut. Am 29. August 1406 wurde sie geweiht und dem Karmeliterorden übergeben. 1513/14 entstand die Annakapelle. Bis ca. 1528 erlebte der Orden eine Blütezeit; mit der Reformation wandten sich die Hirschhorner Ritter dem „neuen Glauben“ zu. Ab 1636 folgte eine erneute Blüte. Nach der Säkularisation 1803 verfiel die Anlage, das Kloster wurde aufgelöst und die Mönche vertrieben. 1812 übereignete das Großherzogtum Hessen die Kirche der Stadt Hirschhorn, die sie 1886 der Pfarrgemeinde schenkte. Umfangreiche Restaurierungen erfolgten 1886-ca. 1910 sowie 1996-2023. Das Kloster diente als Pfarrhaus, später auch als Schulhaus und wird seit 2009 wieder durch den Karmeliterorden genutzt.
Programm
Besichtigung; Führungen um 14:00 Uhr und 16:00 Uhr.
Baugeschichte
Zeiten
Eine außergewöhnliche Bauleistung am Steilhang zwischen Schloss und Neckar und eine wechselvolle Geschichte zwischen Blütezeit und Verfall. Die Verbindung zu dem Hirschhorner Rittergeschlecht prägt die Stadtgeschichte ebenso wie die religiöse Prägung.
Hinweise
Die Kirche liegt am steilen Hang zwischen Neckar und Schloss. Nur über ca. 50 Treppenstufen zu erreichen und deshalb nicht barrierefrei oder -arm. Die Führungen sind so ausgerichtet, dass sie auch für Kinder ab Grundschulalter geeignet und interessant sind.

