St.-Marien-Klosterkirche
Über dieses Denkmal
Spiritueller Mittelpunkt des Klosters Wiebrechtshausen, das um 1230 an der Via Scandinavica gegründet wurde. Die romanische Basilika ist schlicht gehalten und betont dadurch die wenigen Bauzierden sowie das über dem Altar schwebende Holzkruzifix aus dem 13. Jh. Die hier in Abgeschiedenheit lebenden Nonnen widmeten sich u. a. dem Totenkult und dem Schreiben von Büchern. Zugleich diente das Kloster als Herberge für Reisende. 1394 fand Otto I., welfischer Fürst von Göttingen, hier seine letzte Ruhe; sein Grabmal ist mit Inschriften und Symbolen versehen. Von seinem Neffen Friedrich I., der Legende nach Anwärter auf den römisch-deutschen Kaiserthron, ist das Herz in der Kirche beigesetzt. Im 16. und 17. Jh. setzte ein Niedergang ein. Der Kirchenbau blieb erhalten, während auf den übrigen Flächen heute ein Öko-Gutshof steht. An manchen Stellen sind noch Spuren einer 1866 abgebrochenen Erneuerung sichtbar, durch die die Kirche zu einem welfischen Gedenkort werden sollte.
Programm
Führungen durch die Klosterkirche durch den Northeimer Denkmalschützer René Piehl um 09:00 Uhr, 12:00 Uhr und 15:00 Uhr.
Kirchenführung
Zeiten


