Schlösser & Burgen
Denkmalkategorie

Schloss Oberstein

Über dieses Denkmal

Schloss Oberstein ist eine mittelalterliche Wehranlage, die 1320 erbaut wurde. Bis 1624 war das Schloss ständige Residenz der Grafen von Daun-Oberstein, danach Verwaltungssitz. Im Rahmen der Reunionskriege wurde das Schloss von den Truppen Ludwigs XIV. bis 1697 (Frieden von Rijswijk) besetzt. Ende des 18. Jahrhunderts besetzten die Revolutionstruppen von Napoleon das linke Rheinufer und versteigerten das Schloss an Familien aus Oberstein, die dort bis zum großen Brand 1855 wohnten. Der Brand zerstörte große Teile der historischen Anlage. Die Ruine gelangte in der Folge in staatlichen Besitz, war aber dennoch von fortschreitendem Zerfall bedroht. 1988 wurde sie von der Stadt Idar-Oberstein, die bis heute Eigentümerin des Schlosses ist, käuflich erworben. Seit 1981 kümmert sich der Burgenverein Schloss Oberstein um die Restaurierung.

Programm

Ausstellung zum Schlossbrand: 1855 brannte Schloss Oberstein bis auf die Grundmauern nieder – ein traumatisches Ereignis in der Stadtgeschichte, das den Aufbau eines geordneten Feuerlöschwesens beschleunigte. Von der Nahe bis auf Schloss Oberstein stand damals unter schlechtesten winterlichen Bedingungen eine Kette von Bürgern mit Löscheimern. Das Andenken an dieses Ereignis steht heute thematisch im Mittelpunkt. Außerdem: Die Ausgrabungsstätte ist heute geöffnet! Die neue Überdachung des Nordostturms wurde 2023 fertiggestellt. Heute ist darüber der Zugang zu den wiederhergestellten unterirdischen Magazinen und der Blick in das „Verlies“ sowie auf eine Ausgrabungsstätte geöffnet. Dort fand man Mauerreste, die vermutlich zeitlich noch vor dem Bau des Schlosses liegen! Dieser Bereich wird laufend weiter bearbeitet. Ziel ist eine ständige Öffnung des Ausgrabungsbereichs mit digitalen Informationstechniken.