Gedenkstätte Bautzen
Über dieses Denkmal
Das Gebäude wurde 1906 als Landgericht mit Untersuchungshaftanstalt Bautzen II eröffnet. 1933 bis 1945 wurde es als Gefängnis unter den Nationalsozialisten genutzt. Von 1945 bis 1950 nutzte es der sowjetische Geheimdienst und von 1956 bis 1989 diente es als Sonderhaftanstalt für politische Gefangene unter der Führung des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR. Heute ist Bautzen II eine Gedenkstätte unter dem Dach der Stiftung Sächsische Gedenkstätten.
Programm
Ehemalige Häftlinge des Stasi-Gefängnisses Bautzen II laden durchgehend zu persönlichen Führungen ein. Sie berichten an Ort und Stelle von ihrer Haft, wie es dazu kam und wie die Haft ihr Leben veränderte. Zudem kann den Restauratoren Markus Pohl und Michael Pohl im Erdgeschoss bei ihrer Arbeit über die Schulter geschaut werden. Um 11:00 Uhr und 14:00 Uhr gibt es zudem Zeitzeugengespräche mit Jochen Stern (geb. 1928), Theodor Renkwitz (geb. 1932) und Karl-Heinz Göpke (geb. 1933) im Hauptzellentrakt der Gedenkstätte. Sie wurden zwischen 1948 und 1956 von sowjetischen Militärtribunalen verurteilt und erlebten das berüchtigte „Gelbe Elend“ (Bautzen I). Die Zeitzeugen geben persönliche Einblicke in ihre Verhaftungen, Verurteilungen und Haftjahre.
Hinweise
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