Frauenkirche Nürnberg
Über dieses Denkmal
Auf den Mauern einer im Zuge eines antijüdischen Pogroms zerstörten Synagoge ließ Kaiser Karl IV. von 1352-58 die kaiserliche Kapelle „Zu unserer Lieben Frau“ errichten. Hier wurden die sog. Reichskleinodien aufbewahrt. In der Folgezeit spiegelt die Kirche die Reichs- und Stadtgeschichte Nürnbergs wider: 1525 wurde sie im Zuge der Reformation evangelisch und durch den Einbau von Emporen zur Predigtkirche umgestaltet. Nach dem Übergang Nürnbergs an das Königreich Bayern 1806 und der Einführung der Religionsfreiheit erwarb 1810 die katholische Gemeinde die Kirche. Da keine Innenausstattung mehr vorhanden war, wurden Kunstwerke aus aufgelösten Nürnberger Klöstern übernommen. 1945 wurde das Gebäude durch Bombenangriffe schwer beschädigt. 2023 erfolgte eine umfassende Renovierung des Innenraums.
Programm
Am Tag des offenen Denkmal werden zwei Themen-Führungen in der Frauenkirche Nürnberg angeboten.
Führung „Die Frauenkirche & Europäische Netzwerke“
Beginn
Die Frauenkirche Nürnberg zeugt als bauliches Symbol von den vielfältigen Netzwerken im Heiligen Römischen Reich unter König Karl VI., Stifter der Frauenkirche. Baustile und künstlerische Formen wurden einerseits von Prag, andererseits vom Geburtsland der Gotik - Frankreich - nach Nürnberg gebracht. Kirchenführerin Viktoria Huck erläutert: An Gebäude und Kunstwerken lassen sich Beziehungen und Weitergabe von Ideen im Spätmittelalter ablesen.
Führung Reformationsgeschichte in der Frauenkirche
Beginn
Wir öffnen die Apsis der Nürnberger Frauenkirche und die sonst nicht zugängliche alte Sakristeikapelle! An der katholischen Frauenkirche lässt sich die Nürnberger Religions- und Ideengeschichte ablesen ebenso wie persönliche Netzwerke rund um Martin Luther. Der Tucheraltar in der Apsis steht für diese wechselvolle Nürnberger Geschichte. Kirchenführerin Viktoria Huck erläutert und öffnet Ihnen die Apsis und die noch aus der Zeit des Mittelalters original erhaltene Sakristeikapelle.


