Öffentliche Bauten
Denkmalkategorie

Zentrum Welterbe Bamberg

Über dieses Denkmal

Der 2019 eröffnete Neubau des Zentrums Welterbe stellt einen Umbruch im historischen Mühlenviertel des Stadtdenkmals von Bamberg dar und ist gleichzeitig ein Beispiel integrativer und zeitgemäßer Architektur im historischen Umfeld. Seine Gestaltung folgt dem denkmalpflegerischen Anspruch, die historische Umgebung zu respektieren und zugleich neue funktionale und gestalterische Impulse zu setzen. Das Welterbe-Besuchszentrum wurde 2025 bei der Architektur-Biennale in Venedig in der Ausstellung „Deep Surfaces“ international gewürdigt. Im Fokus stand, wie Architektur und Denkmalpflege durch Anpassungsfähigkeit und das Zusammenspiel von Natur, Technologie und Gemeinschaft auf globale Herausforderungen reagieren. Es wurde als Beispiel für die gelungene Verbindung von Wissensvermittlung, Welterbe-Management und Architektur hervorgehoben.

Programm

- Ausstellung "Welterbe und Nachhaltigkeit" Die kompakte Ausstellung wird zwischen April und Juni 2026 gemeinsam mit Studierenden der Universität Bamberg entwickelt. Anhand anschaulicher Beispiele aus Bamberg und anderen UNESCO-Welterbestätten vermittelt sie, wie traditionelle Bauweisen, Stadtstrukturen und Nutzungsformen nachhaltige Prinzipien verkörpern. - Mitmachaktionen und interaktive Vermittlungsformate Ergänzend zur Ausstellung werden partizipative Aktionen und interaktive Vermittlungsformate angeboten, die Besucherinnen und Besucher aktiv einbeziehen.

Hinweise


Die Frage nach nachhaltigen Formen des Zusammenlebens gehört zu den zentralen Herausforderungen unserer Zeit. Klimawandel, Ressourcenknappheit und urbane Transformation stellen Städte weltweit vor großen Aufgaben. Gleichzeitig existieren in historischen Stadtlandschaften bereits viele Beispiele für nachhaltige Lösungen, die über Jahrhunderte hinweg entstanden sind.

UNESCO-Welterbestätten sind nicht nur Zeugnisse der Vergangenheit, sondern auch Modelle für nachhaltige Entwicklung. Die Langlebigkeit historischer Gebäude und urbaner Strukturen zeugt von ihrer Resilienz, ihrer klugen Konstruktion und Anpassungsfähigkeit. Auch in Bamberg lassen sich solche nachhaltigen Prinzipien erkennen: in traditionellen Baumaterialien und Bauweisen, in der historischen Stadtplanung sowie in den spezifischen Formen der Landnutzung. In diesen Praktiken stecken jahrhundertlange kollektive Erfahrungen und gesammeltes Wissen, die heute noch Orientierung geben können. Sie bieten wertvolle Ansätze für aktuelle Themen wie Energieeinsatz, urbane Überhitzung, klimaschonende Materialien oder die Widerstandsfähigkeit gegen Naturkatastrophen und Klimaveränderungen. Das Projekt "Welterbe und Nachhaltigkeit" möchte diese Potenziale sichtbar machen und für die Stadtgesellschaft erfahrbar vermitteln.