Rottaler Bauernhaus
Über dieses Denkmal
Das Wohnstallhaus ist ein zweigeschossiger, zum Teil verschalter Blockbau mit zwei Giebelschroten, Baujahr 1697, Umbau im 19. Jh., Sanierung und Instandsetzung 2018-24. Das denkmalgeschützte Bauernhaus gehört zur Hauslandschaft „Mittleres Niederbayern“ (Rottal). Der Haustyp wird als „Rottaler Bauernhaus“ bezeichnet, welcher in dieser Region einst landschaftsprägend war. Aufgrund der dendrochronologisch belegten Erbauungszeit (1697) gehört der Holzblockbau zu den ältesten noch erhaltenen, baulichen Zeugnissen dieses Haustyps. Wie in der Erbauungszeit wurde das Dach mit hölzernen Legschindeln gedeckt. Bei der Ostfassade blieb der Holzblock, wie in der Erbauungszeit, sichtbar, die Wetterseiten wurden mit Holzbrettern verschalt. Bauernhäuser haben seit jeher eine Versorgungsfunktion. Dieses landwirtschaftliche Anwesen diente seit dem Mittelalter der Versorgung der jeweiligen Besitzer (Nonnenkloster Regensburg bzw. Jesuitenkolleg) sowie der Hofmarksherren, belegt durch schriftliche Quellen.
Programm
Bautechnische sowie historische Erläuterungen
Zeiten
Die Bauherren, die maßgeblich mit Eigenleistung an der Sanierung mitgewirkt haben, führen Interessierte durch das Gebäude und erläutern die Geschichte der seit dem Mittelalter bestehenden Hofanlage. Darüber hinaus werden die bautechnischen Sanierungsschwerpunkte gezeigt und erläutert. Insbesondere wird auf die statische Instandsetzung, die Wandheizung, den Lehmputz und weitere konservatorische Maßnahmen, wie die Restaurierung der Fenster und Türen, und dem Aspekt der Nachhaltigkeit eingegangen.
Hinweise
Beginn der Führungen im Außenbereich, Treffpunkt Hoffläche. Parkplätze ausgewiesen.


