Alte Synagoge
Über dieses Denkmal
Das Gebäude wurde um 1807 von der jüdischen Gemeinde Heppenheim als Synagoge mit Betsaal, Schule und Lehrerwohnung errichtet. Der zweigeschossige Bau mit Satteldach besitzt ein massiv ausgeführtes Erdgeschoss sowie massive Längswände, während Fassade und Rückwand in Fachwerkbauweise gestaltet sind. Im Giebel befinden sich zwei Rundfenster, die ursprünglich jeweils einen Davidstern zeigten. Seit 1901 wurde das Gebäude nicht mehr als Synagoge genutzt. Es erfolgte ein umfassender Umbau zu einem Geschäftshaus für Kurz- und Weißwaren mit großzügigen Schaufenstern. Ab 1936 beherbergte das Haus ein Friseurgeschäft mit Wohnung im Obergeschoss.
Programm
Das Kulturdenkmal Alte Synagoge Heppenheim ist ein historischer Knotenpunkt jüdischen Lebens – ein Ort, an dem sich über Jahrhunderte soziale, religiöse und städtische Netzwerke verdichtet haben. In einer Ausstellung haben wir die Lebensgeschichten der jüdischen Familien Goldschmidt und Meyerhof rekonstruiert – jener Menschen, die bis in die 1930er Jahre in den Häusern Kleine Bach 1 und 3 lebten. Wir zeigen originale Bausubstanz, und wie Denkmale unsere Netzwerke tragen – damals wie heute. Besucherinnen und Besucher erleben, wie ein lange unterbrochenes Netzwerk wieder Anschluss findet und wie aus einem Denkmal erneut ein Ort der Verbindung, der Begegnung und Erinnerung entsteht.
Die jüdischen Bewohner Kleine Bach 1 und 3
Beginn
Die Alte Synagoge Heppenheim präsentiert eine neue Ausstellung, die die Lebensgeschichten der jüdischen Familien Goldschmidt und Meyerhof rekonstruiert – jener Menschen, die bis in die 1930er Jahre in den Häusern Kleine Bach 1 und 3 lebten.


