Baudenkmalensemble "Marstall"
Über dieses Denkmal
Der vom Architekten Carl Heinrich Ferdinand Streichhan von 1873 bis 1878 erbaute dreiflügelige zweigeschossige Neorennaissancebau diente zuerst als Hofpoststall und Kurierstation, ehe er ab 1920 Sitz zweier Ministerien des neugebildeten Landes Thüringen wurde. Während der Zeit des Nationalsozialismus war hier die Gestapo untergebracht und dann ab 1952 Einrichtungen des DDR-Bezirkes Erfurt. Seit 1992 fungiert das Gebäude als Sitz des Hauptstaatsarchivs Weimar bzw. des Landesarchivs Thüringen.
Programm
Führungen durch den Erinnerungsort Gestapo-Keller
Zeiten
Der Gestapo-Keller in Weimar war während der NS-Zeit Teil der Gestapo-Dienststelle. In den Kellerräumen befanden sich Haftzellen, in denen politische Gegner, Widerstandskämpfer sowie aus rassistischen und ideologischen Gründen Verfolgte festgehalten und verhört wurden. Die benachbarte Reithalle diente als Sammellager für Deportationen. Heute erinnert eine Dauerausstellung in den ehemaligen Zellen an die Opfer und die Verbrechen der Gestapo.
