Bürgerhaus Gailingen – Ehemaliges Jüdisches Schulhaus
Über dieses Denkmal
Das ehemalige jüdische Schulhaus in Gailingen ist ein zweigeschossiger, langgestreckter Bau mit neun Fensterachsen, Kniestock, hohem Kellersockel und flachem Walmdach. Die achsensymmetrische Gliederung sowie die Gestaltung in biedermeierlich-klassizistischen Formen prägen das Erscheinungsbild. Charakteristisch sind die streng gefassten Fenstergewände und die Kreuzstockfenster. Der Bau entstand 1846/47.
Programm
„Ge(k)lebte Erinnerung“ – Einblicke in die jüdische Familiengeschichte Guggenheim-Heilbronn. Das Jüdische Museum Gailingen öffnet die Türen seines Museumsarchivs. Besucher/-innen erhalten Einblicke in Journale, Tagebücher, Fotoalben und Korrespondenzen der über vier Generationen in Gailingen ansässigen Familie Guggenheim-Heilbronn. In die Familienchroniken geklebte Fotos, Postkarten, Dokumente, Notizen und Zeitungsartikel erzählen vom jüdisch-nichtjüdischen Zusammenleben und vom jüdischen Alltag in Gailingen, der Schweiz und Kenia. Die Archivalien spiegeln die Zeitgeschichte von ca. 1870 bis in die 1950er-Jahre wider. Die Geschichten der Familie Guggenheim-Heilbronn informieren über jüdische Emanzipation und Alltagsleben während des Deutschen Kaiserreiches, des Ersten Weltkriegs, der Weimarer Republik sowie über Entrechtung und Emigration während des Nationalsozialismus.
Hinweise
Vortrag und Eintritt frei, das Museum bittet um Spenden!
„Ge(k)lebte Erinnerung“ – Archivöffnung/Vorträge
Zeiten
Dr. Ina Appel führt mit einem Bildvortrag in den Familiennachlass und die Familiengeschichten Guggenheim-Heilbronn ein.


