Schloss Henneckenrode
Über dieses Denkmal
1579 wurde das Schloss von der Familie von Saldern erbaut, 1684 Verkauf an Adam Arnold von Bocholtz, dem katholischen Drost des Amtes Wohldenberg. Im 18. Jahrhundert erfolgte eine Modernisierung der Schlossanlage. Bis 1820 blieb das Anwesen im Besitz der Familie von Bocholtz, mehrere Familienmitglieder waren Domherren im Fürstbistum Hildesheim. 1820 übernahm Friedrich Blum, Landrentmeister (Finanzbeamter) in Hildesheim, das Anwesen nebst Ländereien. Er verfügte testamentarisch, dass im Schloss ein katholisches Waisenhaus untergebracht und eine für die Waisenkinder und Dorfkinder kostenlose Schule eingerichtet werden sollte. Träger wurde die Blumsche Waisenhausstiftung mit dem Hildesheimer Bischof als Vorsitzenden. Die Schule existierte bis 2006, über 30 Jahre als Montessori-Schule geführt. Das Schloss wurde bis 2020 als Kinderheim und später als stationäre Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe genutzt, seitdem steht es leer, angedacht ist eine Nutzung als Wohnprojekt.
Programm
Schloss- und Waisenhausgeschichte
Zeiten
Der Förderverein GEWISS öffnet erneut die Schloss-Tür zur Besichtigung der Ausstellung „450 Jahre Schlossgeschichte“ sowie für Führungen mit dem Fokus auf die Geschichte des 1838 gegründeten Waisenhauses. Eingeladen sind alle, die sich für die Schloss- und Sozialgeschichte oder das seit 2020 leerstehende Schloss, das vorher als stationäre Kinder- und Jugendhilfe in katholischer Trägerschaft genutzt wurde, interessieren sowie alle, die Fragen zu dem geplanten gemeinschaftlichen Wohnprojekt haben.
Hinweise
Treffpunkt ist der Eingangsbereich des Schlosses. Kaffee und Getränke stehen bereit. Anmeldungen sind nicht erforderlich.


