Ev.-luth. Johannisfriedhof
Über dieses Denkmal
Im Jahre 1881 wurde der heute national bedeutende Johannisfriedhof in Dresden geweiht. Besonderes Wahrzeichen ist die Feierhalle nach einem Entwurf von Paul Wallot (1841–1912), dem Architekten des Berliner Reichstagsgebäudes. Neben den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt fanden hier zahlreiche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens – wie Industrielle, Wissenschaftler und Künstler – ihre letzten Ruhestätten. Berühmte Bildhauer und Architekten schufen heute noch erlebbare, aufwändige Grabanlagen.
Programm
Im Jahr 2026 widmen wir uns bei einer Spurensuche den Frauen, die hier seit 1881 ihre letzte Ruhe gefunden haben. Nach monatelanger intensiver Recherche in Bestattungsbüchern und Archiven konnten über 100 Frauen mit teilweise außergewöhnlichen Lebensläufen identifiziert werden – bekannte Persönlichkeiten, aber auch Frauen, deren Geschichten bislang kaum erzählt wurden. Wir laden Sie ein, diesen Frauen zu begegnen und ihre Lebenswege zu entdecken. Auf den Rundgängen zu den Gräbern erfahren Sie mehr über ihre Geschichten, ihre Rollen in der Gesellschaft und ihre Spuren in Dresden. Die Führungen machen die Vergangenheit lebendig und eröffnen neue Einblicke in die Menschen hinter den Grabsteinen.
„Nachhall – Stimmen, die bleiben“
Beginn
Auf dem Johannisfriedhof ruhen viele berühmte Sängerinnen, darunter die international gefeierte Marcella Sembrich (1858–1935), die Dresdner Sopranistin Margarethe Siems (1879–1952) und die Kammersängerin Natalie Haenisch (1837-1921). Auf dieser Führung tauchen wir ein in ihre Lebensgeschichten und erfahren Spannendes über ihre Karrieren. Die Führung wird zudem musikalisch begleitet von Gretel Wittenburg (Gesang), Elke Jahn (Gitarre) und Annekathrin Rammelt (Violine).
Hinweise
Es handelt sich um eine Führung mit kurzen musikalischen Beiträgen an den Grabstellen. Sollten Sitzmöglichkeiten benötigt werden, so sind diese selbst mitzubringen.
100. Geburtstag des Feuilletonisten Heinz Knobloch
Beginn
Zum 100. Geburtstag des beliebten Feuilletonisten Heinz Knobloch lädt Helmut Mehnert vom „Freundeskreis für Heinz Knobloch“ zu einer unterhaltsamen literarischen Entdeckungsreise ein. Mit viel Charme und feinem Humor liest er Texte aus „Eierschecke“ und weiteren Werken mit Bezug zu seiner Heimatstadt Dresden.
Lebensgeschichten schreibender Frauen
Beginn
Wer schrieb im 19. Jh. in Dresden – und warum sind viele dieser Autorinnen heute kaum noch bekannt? Die Führung folgt den Spuren von Schriftstellerinnen, Übersetzerinnen und Herausgeberinnen und gibt Einblicke in ihr Leben und Wirken. An ihren Ruhestätten auf dem Johannisfriedhof liest die Sprecherin und Sängerin Claudia Gräf ausgewählte Texte. Ein literarischer Spaziergang, der Biografien, Geschichte und Erinnerung lebendig werden lässt.


