historische Kronsnester Fähre
Über dieses Denkmal
Dieser Flussübergang war Verbindungsglied innerhalb eines alten Handelsweges. Jahrhundertelang wurden hier - bei Ebbe und Flut - Menschen, Tiere und Güter über die Krückau befördert - Sommer und Winter, Tag und Nacht. Das Privileg des Fährbetriebes, hatte der jeweilige Besitzer der auf Neuendorfer Seite hinter dem Deich gelegenen Katenstelle (späteres "Fährhaus Kronsnest"), urkundlich erwähnt seit 1576. Im Jahre 1968 musste der Fährbetrieb eingestellt werden, weil er sich nicht mehr lohnte. Seit dem 1. Mai 1993 ist dieses kleine Kulturgut nun wieder in Betrieb, als vermutlich kleinste Fähre Deutschlands und einzige handbetriebene Fähre in Schleswig-Holstein. Jährlich mehr als 7200 Personen nutzen bei einer Wanderung oder einer Radtour durch die schöne Marsch die Gelegenheit, die "Bundeswasserstraße Krückau" zwischen Neuendorf (Kreis Steinburg) und Seester (Kreis Pinneberg) auf traditionelle Weise zu überqueren. Der Fährkahn wurde nach historischem Vorbild aus Eichenholz gebaut.
Programm
Die Fähre HOL ÖVER setzt die Fährgäste Samstag und Sonntag gerne auch mit Fahrrad über die Krückau. (Einfache Überfahrt 2€, mit E-Bike zusätzlich 1€) Am Sonntag, der 13. September ist zudem unser Karfoffeltag. Dann dreht sich kulinarisch alles um die Kartoffel. Es gibt z.B. die beliebten Kartoffelpuffer mit Fährmannsdip. Aber auch Kaffee, Kuchen, Heiß- und Kaltgetränke erfreuen des Wanderers Herz. In unserem kleinen Ausstellungsraum, dem Stöpenkieker zeigen wir die Ausstellung "Fröher, Güstern un Hüüt – De Dörper in Loop de Tied". Hier können die Besucher beim Betrachten von alten Postkarten-Repliken in die Marschlandschaft der 1950-er Jahre eintauchen. Die Fähre Kronsnest ist ein Denkmal auf dem Wasser. Mit Wriggen, Starken und unter Ausnutzung der Strömung (Gieren) wird allein durch Muskelkraft der Fährkahn von Ufer zu Ufer bewegt. Den Zugang zu Gelände und Fähre können wir Kostenfrei anbieten. Das Übersetzen erfolgt nach gültiger Preisliste.
Hinweise
Die Fährstelle ist über eine historische Pflasterung, die durch die Stöpe führt, zufuß zu erreichen. Da die Krückau tiedenabhängig ist, ist der Zugang zur Fähre bei Hochwasser recht unkompliziert, bei Niedrigwasser muss der Fährgast jedoch die Spechen bis zum Wasser hinuntergehen. Dazu ist es hilfreich festes Schuhwerk zu tragen. Rennradfahrern mit "Klick"-schuhen empfehlen wir lieber die Fahrradschuhe auszuziehen.


