Neutor von Erpel
Über dieses Denkmal
Das Neutor von Erpel ist heute das Wahrzeichen des geschichtsträchtigen Rheinstädtchens und zeugt vom Stolz der ehemals Hohen- und Freien Herrlichkeit Erpel. Als einziges von ehemals zahlreichen Stadttoren verschiedener Rheingemeinden im Kreis Neuwied ist es heute noch für Besucher zugänglich: Es ist das letzte von ehemals vier Stadttoren und diente dem Schutz der Bewohner und Reisenden, die zu den Märkten ihre Waren anboten. Im Inneren des Tores hatte jede der fünf Etagen eine besondere Funktion, die man heute noch ablesen kann. Im Eingangsbereich hoch über der Durchfahrt in den Ort hatte der Türmer seinen täglichen Dienst zu verrichten und verurteilte Straftäter in den beiden noch vorhandenen Gefängniszellen zu bewachen. Im Wohnbereich, der heutigen guten Stube, befanden sich kleine Räume für die Freiwache und Besucher. In der dritten Etage – der ersten im Dachbereich – ist bis heute die Struktur für die Verteidigung des Ortes zu erkennen.
Programm
Am Tag des offenen Denkmals können Besucher das gesamte Tor besichtigen und seine Baugeschichte und die Instandsetzung zu Beginn des 21. Jahrhunderts kennenlernen. In den einzelnen Etagen sind verschiedene Sammlungen zur Ortsgeschichte, den Ortsvereinen, zu Handwerk sowie Haushaltsgeräten zu sehen und ihre Funktionen zu hinterfragen. In verschiedenen Büchern und Bildbändern kann man Wissenswertes ansehen und nachlesen.
Hinweise
Wer den steilen Aufstieg nicht bewältigen möchte, für den stehen vor der Außentreppe Sitzgelegenheiten und Informationen zum Neutor bereit.
Die Geschichte des Erpeler Neutors
Beginn
Es wird Ihnen eine Geschichte geboten über die zahlreichen Etagen des Erpeler Neutors. Von der vierten Etage aus kann man über die Dächer Erpels seinen Blick zur Erpeler Ley und den Brückentürmen der ehemaligen Ludendorffbrücke (Brücke von Remagen) schweifen lassen. Einer der wichtigsten Räume ist das kleine Dachzimmer in der Spitze des Turmes. Hierhin, in die fünfte Etage, musste der Türmer jeden Abend aufsteigen, um aus den drei Fenstern die Sicherheit des Ortes zu überwachen.
