Wohnbau & Siedlungen
Denkmalkategorie

Villa Frieg

Über dieses Denkmal

Die Historie der Villa Frieg in Löttringhausen reicht bis ins Jahr 1486 zurück, als der einstige Domänenhof Frieg im Schatzbuch der Grafschaft Mark erwähnt wurde. Bis ins 19. Jahrhundert agrarisch geprägt, markiert das Jahr 1879 den Wendepunkt: Mit der Eröffnung der Bahnlinie Dortmund-Herdecke vollzog der Pächter Otto Frieg den Wandel vom Landwirt zum Industriellen. Er gründete eine Fabrik für technische Öle und Fette, was den rasanten Aufstieg der Region einläutete. 1887 ließ Frieg als Ausdruck seines neuen Wohlstands die repräsentative Villa im Renaissance-Stil errichten. Das Gebäude ist ein architektonisches Zeugnis des gewachsenen Selbstbewusstseins jener Zeit: Mit Mansarddach, prunkvoller Eingangsfassade und einer Nischenfigur, die ein Zahnrad als Symbol des Fortschritts hält, spiegelt es den Übergang von der Agrar- zur Industriegesellschaft wider. Im Inneren sowie im Garten, der vom englischen Stil beeinflusst ist, blieb die historische Substanz weitgehend erhalten.

Programm

Denkmalführungen nach Bedarf im Garten und teilweise im Erdgeschoß / Eingangsbereich des Hauses.