Sakralbauten
Denkmalkategorie

Philipp-Melanchthon-Kirche

Über dieses Denkmal

Der kleine Ort Hammerunterwiesenthal ist eng mit der Geschichte seines Gotteshauses verbunden: Im 17. Jh. setzte die Gegenreformation im benachbarten Königreich Böhmen, dem heutigen Tschechien, ein. Dies hatte zur Folge, dass viele protestantische Glaubensflüchtlinge sich in der Grenzregion im Sächsischen niederließen. 335 Familien dieser Exulanten wandten sich am 18. Juli 1656 an Kurfürst Johann Georg I. mit dem Gesuch, einen Ort am bestehenden Hammerwerk zu gründen. Bereits 1743 gab es eine erste eigene Kirche im Ort, welche allerdings aufgrund starker Baufälligkeit dem jetzigen Kirchgebäude weichen musste. Die Kirche wurde von Voldemar Kantor entworfen und 1898 neu erbaut. Sie besticht unter anderem durch ihren spätgotischen Baustil, den Holzausbau, die Kuppelmalerei im Altarraum und die im ursprünglichen Gehäuse verbaute Jehmlich-Orgel.

Programm

Am Samstag ist die Kirche den ganzen Tag geöffnet. Auf Wunsch werden Führungen durch das Bauwerk und zu den Glocken angeboten. Am Sonntag erwartet die Besucher ein vielfältiges Programm: Führungen durch Bauwerk, Orgel und Glocken (nach Verfügbarkeit), Vorträge sowie „Bibel frei erzählt“, Geschichten aus der Bibel. Für musikalische Unterhaltung sorgen Posaunenchor und Orgel. Daneben gibt es Einblicke ins Gemeindeleben, eine Ausstellung, Kreativangebote für Kinder, Hammerbalken und vieles mehr. Für das leibliche Wohl ist auf Spendenbasis gesorgt.

Hinweise


Alle Veranstaltungen und die Öffnung der Kirche durch Ehrenamtliche dienen dazu, das Gebäude erhalten zu können. Daher freuen wir uns auch über einen freiwilligen Spendenbeitrag unserer Besucher.