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Denkmalkategorie

Stadtspeicher Jena

Über dieses Denkmal

Im Stadtspeicher Jena sind die Jena Tourist-Information und der Jenaer Kunstverein zu finden. Das im Kern älteste Haus der Stadt wurde 2007 umfassend modernisiert. Die Ursprünge des Gebäudes datieren zurück bis zum Ende des 13. Jahrhunderts. 1384 wurde über dem Kellergewölbe eines Vorgängerbaus ein giebelständiger, dreigeschossiger Ständergeschossbau errichtet. Die schlichte Fachwerkkonstruktion, die einfache Ausstattung und die hohe Halle im Erdgeschoss sprechen für die ursprüngliche Anlage eines Kontor-Hauses. Bis 1990 wurde das Haus „Am Markt 16“ bewohnt. Für die fach- und denkmalgerechte Rohbauinstandsetzung erhielt die Stadt 2003 den Thüringer Denkmalschutzpreis. Da es keinen Beleg für die historische Fassade gibt, wurde eine Hologramm-Fassade, konzipiert von dem Architekten Ruairí O’Brien.

Programm

Im Stadtspeicher Jena werden zum Tag des offenen Denkmals verschiedenste Zeitschichten sichtbar und erlebbar.Über fünf Jahrhunderte können in wenigen Stufen durchschritten und räumlich wie auch sinnlich erfahren werden. Hinter der modernen Glasfassade findet sich in der ersten Etage des Jenaer Stadtspeichers eine der ältesten Bohlenstuben Thüringens. Sie ist auf das Jahr 1435 datiert. Wenige Treppenstufen höher lassen sich die Räumlichkeiten des Jenaer Kunstvereins entdecken. Auch hier sind noch historische Wandbemalungen und -verputzungen erhalten. Sie treten in Dialog mit Papierarbeiten der südkoreanischen Künstlerin Eunji Lee. Die Ausstellung “A Single Mass” zeigt Ergebnisse ihrer Artist Residency im Jenaer Kunstverein. Im Obergeschoss des Stadtspeichers, dem modernsten Raum des Gebäudes, eröffnet am Tag des Offenen Denkmals die Ausstellung “Zeichenkabinett” mit Handzeichnungen von Gökçen Dilek Acay (Berlin), Tom Ackermann (Leipzig) und André Tempel (Dresden).