Öffentliche Bauten
Denkmalkategorie

Schwippert-Denkmal

Über dieses Denkmal

Kurt Schwippert erhielt 1925 den ersten öffentlichen Auftrag für ein Kriegerehrenmal in der Gemeinde Brüggen. Ursprünglicher Aufstellungsort war vor der Burg in Brüggen. Es handelt sich um eine allansichtige Rundplastik, drei Männer zu einer Kernkomposition vereint, die durch drei Straßen vorgegeben war, die auf den ursprünglichen Standort der Plastik zuliefen. Das Brüggener Ehrenmal repräsentiert den in den 1920er-Jahren verbreiteten Typus des un- bzw. sogar antiheroischen Soldatenehrenmals, das Leid und Trauer thematisiert, nicht Heldentum, Opfermut oder andere den Soldaten zugesprochene Eigenschaften. Wegen seiner avancierten Formgebung gab es schon bei seiner Aufstellung 1927 Akzeptanzschwierigkeiten. 1937 wurde es von den Nationalsozialisten als „entartet“ abgeräumt und durch ein neues Ehrenmal ersetzt. Durch persönliche Initiativen konnte es nach dem II. Weltkrieg sichergestellt und 1953 als Bestandteil einer neuen Ehrenanlage auf dem Friedhof wiederaufgebaut werden.

Programm

In Zusammenarbeit mit der Unteren Denkmalbehörde und dem Kulturamt der Burggemeinde Brüggen wird am Sonntag, 13.09.2026, folgendes Programm angeboten: • Vortrag von Otto Lehmann mit Vorstellung der Publikation „Das Monument von Kurt Schwippert – 100 Jahre Denkmalgeschichte in Brüggen 1926-2026“ • Ausstellung zu Schwippert und seinem Werk in der Friedhofskapelle (Otto Lehmann) • Führung Friedhof/Herrenlandpark (Otto Lehmann)