Sonstiges
Denkmalkategorie

Bootshaus des GTRVN

Über dieses Denkmal

Das jetzige Bootshaus des Gymnasial-Turm-Ruder-Verein 1882 e.V. wurde im Jahr 1932 fertiggestellt. Geplant wurde das Haus vom Neuwieder Architekten Karl Rüschhoff, der zwischen den Weltkriegen in Neuwied u. a. für den gemeinnützigen Wohnungsbau tätig war, aber auch Villen und die Hauptverwaltung der ehemaligen Stadtsparkasse Neuwied entworfen und ausgeführt hat. Seinen ursprünglichen Plan von 1926 änderte Rüschhoff ab, um ihn an die Lage des Bootshauses hinter dem zum Teil zeitgleich errichteten Hochwasserschutzdeich anzupassen. Nach der erzwungenen Auflösung des GTRVN im Jahr 1938 fiel das Bootshaus an die Stadt, die es zunächst der Neuwieder Rudergesellschaft zur Nutzung übergab; nach dem 2. Weltkrieg dann der Landesbühne Rheinland-Pfalz, die hier ihre Theater-Werkstatt und ein Requisiten-Lager einrichtete. Ab 1957 wurde dem wiedergegründeten Verein zunächst eine Bootshalle zur Verfügung gestellt, dann weitere Teile des Hauses. Die vollständige Rückgabe war erst 1973 abgeschlossen.

Programm

Das Bootshaus wird während der Öffnungszeit offenstehen. Bootshallen und Kraftraum im Erdgeschoss sowie der Gemeinschaftsraum im 2. Obergeschoss mit Blick über den Deich von der Dachterrasse aus werden zugänglich sein. Ein Boot aus den 1960er Jahren aus formverleimtem Holz und eines mit aktuellem Baujahr aus kohlefaserverstärktem Kunststoff werden aus dem Lager genommen und sind aus der Nähe zu besichtigen. Es wird immer mindestens ein Mitglied als Ansprechperson und für Erläuterungen zum Haus, zum Rudersport und zur Vereinsgeschichte Verfügung stehen. Die Ausgabe von Kaffee, Kuchen und Getränken wird angestrebt, kann aber noch nicht verbindlich zugesagt werden.