Neue Residenz Bamberg
Über dieses Denkmal
Die Neue Residenz in Bamberg bildet zusammen mit dem Dom und der Alten Hofhaltung ein historisch gewachsenes Platzensemble von europäischer Bedeutung. Die beiden am Domplatz gelegenen Barockflügel wurden 1697 bis 1703 unter Fürstbischof Lothar Franz von Schönborn nach Plänen von Leonhard Dientzenhofer gebaut. Schon von 1604 bis 1612 entstanden die beiden rückwärtigen Renaissanceflügel. Bis 1803 nutzen die Fürstbischöfe von Bamberg den Bau als Residenz. Im 19. Jahrhundert wohnte hier u.a. das griechische Königspaar Otto und Amalie im bayerischen Exil. Höhepunkt der barocken Ausstattung ist der Kaisersaal. Der tiroler Maler Melchior Steidl freskierte Wände und Decke des Saals von 1707 bis 1709 mit einem komplexen Bildprogramm, das die Verbundenheit des Fürstbistums mit den Herrschern des Alten Reichs aufzeigt. Außer den Schauräumen der Schlösserverwaltung beherbergt die Neue Residenz auch die Staatsgalerie der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen sowie den pittoresken Rosengarten.
Programm
Sonderführungen und Kinderprogramm sowie in Teilen des Hauses freien Durchgang. Genauere Informationen unter: https://www.residenz-bamberg.de/deutsch/aktuell/fuehrungen.asp
Hinweise
Beschränkte Teilnehmerzahl bei Führungen.
Treffpunkt jeweils an der Museumskasse Neue Residenz Bamberg.
Wohnen auf Zeit – das Kurfürstliche Appartement
Zeiten
Als die Neuen Residenz Bamberg noch in Bau war, bezog Fürstbischof Lothar Franz von Schönborn im Jahr 1696 das „Kurfürstliche Appartement“ als vorläufige Wohnung. Später wurden hier Kontakte gepflegt, Bündnisse gestärkt und Netzwerke geknüpft, denn die repräsentative Raumfolge diente als Gästeappartement für zahlreiche hochrangige Besucher. Am Tag des offenen Denkmals ist ausnahmsweise das derzeit wegen Umbaumaßnahmen geschlossene Appartement im Rahmen einer Führung zu besichtigen.
Hinweise
Anmeldung und Treffpunkt für diese Sonderführungen ist jeweils an der Kasse/Information im Erdgeschoss der Neuen Residenz.
Schlemmern wie der Fürstbischof– Die Hofküche
Zeiten
Wie wurden am Bamberger Fürstenhof Dutzende von Gästen mit Essen versorgt? Der Bauforscher Tillman Kohnert gibt spannende Einblicke in Architektur, Technik und Geschichte der historischen Hofküche. Auch die sonst nicht zugänglichen Vorratsräume im Keller werden besichtigt. Die Hofküche war Teil der ausgeklügelten Infrastruktur, die den Hof mit Lebensmitteln versorgte und die reibungslose Organisation von Alltag und Festen erst ermöglichte. Festes Schuhwerk und Trittsicherheit erforderlich.
Kaisersaal, Kaiserapartment & Gemäldegalerie
Beginn
Die Besucher können am Internationalen Tag des Offenen Denkmals die Prunkräume des Kaiserapartments sowie den faszinierenden Kaisersaal im zweiten Obergeschoss sowie die Staatsgemäldegalerie im ersten Obergeschoss während der Öffnungszeiten auf eigene Faust erkunden.
Hinweise
Anmeldung zum freien Durchgang und Informationen erhalten Sie an der Kasse im Erdgeschoss der Neuen Residenz.
Der Bamberger Kaisersaal - Macht, Kunst, Netzwerk
Beginn
1707 bis 1709 malte der Tiroler Künstler Melchior Steidl im Auftrag von Lothar Franz von Schönborn den von Fresken überbordenden Kaisersaal der Neuen Residenz aus. Holger Peilnsteiner nimmt die Besucher mit auf die im Kaisersaal zu findenden Spuren der Netzwerke der Habsburger, die sich räumlich über Europa und zeitlich über Jahrhunderte erstreckten, sowie das Netzwerk der Familie Schönborn, die im 17. und 18. Jahrhundert teils kongenial mit dem Kaiserhaus zusammengearbeitet hat.
Hinweise
Anmeldung zur Sonderführung und Treffpunkt ist an der Kasse/Information im Erdgeschoss der Neuen Residenz.


