Ehemalige Dominikanerkirche
Über dieses Denkmal
Das Langhaus stammt aus dem Jahr 1401, der Chor wurde 1416 errichtet. Nach der Säkularisierung im Jahr 1803 wurde die Kirche zusammen mit dem Kloster aufgelöst und anschließend als Kaserne genutzt. Seit 2002 dient sie als Aula der Universität Bamberg. Die letzte Sanierung umfasste den Rückbau der Nachkriegseinbauten, den Einbau moderner, künstlerisch gestalteter Kirchenfenster sowie die Erneuerung der technischen Ausstattung. Die nun einheitliche Weißfassung von Wänden, Decken und Böden hebt die Wirkung der Wandfresken deutlich hervor.
Programm
Lichtschutz / -messungen
Beginn
Lichtschutz ist für den Erhalt von Kunst- und Kulturgut ein wichtiges Thema, das insbesondere in historischen Gebäuden zwar allgegenwärtig ist, bisher aber vielfach nicht die notwendige Aufmerksamkeit erfährt. Im Rahmen eines von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderten Vorhabens wurden unterschiedliche Lichtschutzsysteme in-situ getestet. Wir stellen u.a. die von uns dafür verwendete Messmethodik anwendungsorientiert vor.
Infrarot-Thermografie
Beginn
Die Infrarot-Thermographie, also die Messung und Darstellung von Oberflächentemperaturen, ist eine zerstörungsfreie bildgebende Prüfmethode, die im Bauwesen seit langer Zeit Anwendung findet. Ihr Einsatz für bauforscherische Fragestellungen ist jedoch recht jung und wurde am KDwt im Arbeitsbereich Bauforschung auf Möglichkeiten und Grenzen erprobt und weiterentwickelt. Die Infrarotthermographie-Kamera und bauforscherische Anwendungsfälle werden beispielhaft vorgestellt.
Steinerne Zeugen digital
Beginn
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Steinheim-Instituts in Essen und an der Universität Bamberg arbeiten interdisziplinär an der Edition und Analyse von ausgewählten jüdischen Friedhöfen in Deutschland. Diese reichen zurück bis in das 16. Jahrhundert. Ziel ist ein umfassender digitaler Datensatz, der die Inschriften ebenso wie die räumlichen und baulichen Eigenschaften der Grabmale dokumentiert, dauerhaft sichert und für weitere wissenschaftliche Fragestellungen erschließt.
Tech-Demo: WoodF(ea)uture
Beginn
Das Projekt WoodF(ea)uture zeigt, wie historische Holzbalken digital und nicht-invasiv untersucht werden können. Mit Photogrammetrie, 3D-Erfassung und KI-gestützter Bildanalyse werden Merkmale wie Äste erkannt und dokumentiert. Dadurch ergeben sich neue Möglichkeiten für die Zustandsbewertung, die Denkmalpflege und die digitale Bauforschung.
Licht und Schatten
Beginn
Gläser in Fenstern sind vielfach unsichtbar, nicht nur im Denkmal. Historisch betrachtet wurden Fenstergläser mit unterschiedlichen Techniken hergestellt, aber die Spuren dieser traditionsreichen Herstellungsweisen werden oft nicht wahrgenommen. In einem DFG-Projekt wurde eine einfache, lichtbasierte Methode entwickelt, um diese Spuren sichtbar zu machen. Lassen Sie sich von den unterschiedlichen Flachgläsern überraschen und entdecken Sie die Charakteristika, die sich in den Schatten enthüllen.
Kriegsschadenskarten Zweiter Weltkrieg
Beginn
Kriegsschadenskarten aus der Zeit um den Zweiten Weltkrieg und zeigen, wie Städte dargestellt, interpretiert und nach dem Krieg neu gedacht worden sind. Der UrbanMetaMapping -Forschungsverbund hat diese Karten für zahlreiche Städte zusammengetragen und untersucht. Die Karten werden digitalisiert, georeferenziert und als Daten für weitere Analysen bereitgestellt. So entstehen neue Perspektiven auf Stadtgeschichte, Kartographie und das urbane Kulturerbe. www.urbanmetamapping.uni-bamberg.de
InTraBau
Beginn
Das Projekt InTraBau stellt in der Aula sein Managementprojekt vor, das innovative Transferstrukturen für klimagerechtes und ressourcenschonendes Bauen im Bestand und in der Denkmalpflege entwickelt. Ergänzt wird die Präsentation durch erste ausgewählte Projekte aus der Innovationscommunity, die spannende Einblicke in zukunftsweisende Ansätze und innovative Wege für den Erhalt und die nachhaltige Weiterentwicklung des historischen Baubestands aus Forschung und Praxis erläutern.
Tech-Demo: VR-Scan
Beginn
Der virtuelle 3D-Scanner emuliert handelsübliche Instrumente mit realistischen Benutzeroberflächen und erzeugt in einer virtuellen Simulation 3D-Punktwolken nach individuellen Vorgaben und Einstellungen. Als Trainingsobjekte kann jede Art von digitalem 3D-Modell verwendet werden. Dadurch können sowohl Lehrende als auch Studierende lernen und sich auf den Einsatz dieser Systeme vorbereiten, realitätsnahe große Datensätze erzeugen und die gesamte Kette der Datenverarbeitung durchführen.
Führung Dominikanerkirche
Zeiten
Die ehemalige Dominikanerkirche ist seit 2015 im Inneren als Aula der Universität neugestaltet. Die restaurierte mittelalterliche und für Bamberg fast nahezu einmalige Wandmalerei ist wieder – soweit erhalten – erlebbar. Die Kirche hat nach einem Wettbewerb neue Fenster von Günter Grohs (Halle) erhalten und verfügt somit neben St. Elisabeth über eine komplette Verglasung eines hochrangigen, modernen Glaskünstlers.
Bauforschung am Ulmer Münster
Beginn
Seit 2012 forscht das Fach Bauforschung der Uni Bamberg in Kooperation mit dem Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg sanierungsbegleitend an Teilen des Ulmer Münsters, das zu seiner Bauzeit den Mittelpunkt eines großen Netzwerks an Steinmetzen und Bauorganisationen bildete. Es wird Einblick gegeben in die vielfältigen Baubefunde und in die Methodik der Bauforschung an diesem mittelalterlichen Großbau. Auch wird die Umsetzung der Erkenntnisse in Bauphasenplänen und 3D-Modellen vorgestellt
Tech-Demo: HeriTwinneD
Zeiten
Das Forschungsvorhaben HeriTwinneD zielt darauf ab, das Potenzial von "Digitalen Zwillingen" (Digital Twin) an denkmalgeschützten Gebäuden zu untersuchen. Digitale Zwillinge sind virtuelle Repliken von physischen Objekten oder Systemen, die für Simulations-, Überwachungs- und Optimierungszwecke verwendet werden können. Als Fallbeispiele werden das Altes Rathaus und Dominikanerkirche gezeigt. Die 3D-Modelle beider Gebäude wurden mithilfe von Laserscanning und Photogrammetrie erstellt.
Forensische Analysemethoden in der Denkmalpflege
Beginn
Wie in der Spurensicherung können mikroskopische Untersuchungen Materialien, Farbschichten und Alterungsspuren sichtbargemacht und analytisch ausgewertet werden. Anhand echter Proben und eines Digitalmikroskops zeigen wir, wie naturwissenschaftliche Methoden in der Denkmalpflege eingesetzt werden und welche Geschichten historische Oberflächen erzählen können.
Kulturerbe in Zeiten des Klimawandels
Beginn
Klimatische Veränderungen und extreme Wetterbedingungen bergen enorme Risiken für den Erhalt unseres Kulturerbes. Eine Klimarisikoanalyse hilft, diese Gefahren besser einzuordnen. Anhand von Fallbeispielen wird das Klimarisiko und dessen Herausforderungen priorisiert.
3D-Monitoring Wandmalerei
Beginn
Klimaschwankungen können Wandmalereien erheblich beeinträchtigen. Unterschiedliche Feuchteaufnahme einzelner Schichten und Materialien führt zu Volumenänderungen und damit zu mechanischen Spannungen, die Risse und Abplatzungen verursachen können. Wir zeigen, wie sich durch präzises 3D-Scanning in Kombination mit kontinuierlicher Klimaüberwachung Verformungen frühzeitig erkennen und ihre potentiellen Ursachen zuordnen lassen.
Dachstuhlführung
Zeiten
Der Dachstuhl der ehemaligen Dominikanerkirche Bamberg gehört zu den bedeutendsten mittelalterlichen Holzkonstruktionen der Stadt. Er entstand um 1400 und ist eines der größten erhaltenen Dächer dieser Zeit in Bamberg. Die Konstruktion zeigt eindrucksvoll die handwerklichen Fähigkeiten der Zimmerleute, aber auch die technischen Grenzen des Mittelalters, die in dieser Führung vor Ort aufgezeigt werden.
denkmal aktiv – Kulturerbe macht
Beginn
Mit dem Schulprogramm denkmal aktiv setzt sich die DSD für das Lernen am Denkmal ein und fördert Projekte, in denen junge Menschen Denkmale kennenlernen und den Denkmalschutz als eine breit gefächerte Aufgabe begreifen. Die Einblicke, die die jungen Menschen in der Begegnung mit Fachleuten erhalten, reichen von praxisnahen Versuchs-Erfahrungen mit Methoden, wie sie das Labor der Restaurierungswissenschaften am KDWT einsetzt, bis hin zur Vermittlung theoretischer und praktischer Grundlagen.
Netzwerke unter der Oberfläche
Beginn
Unter dem Mikroskop werden verborgene Schichten sichtbar: Besucherinnen und Besucher können Querschliffe historischer Wandmalereien und Beschichtungen selbst untersuchen und entdecken, wie Materialien, Farbschichten und Alterungsspuren miteinander verbunden sind. Gleichzeitig vermittelt die Untersuchung historischer Korrosionsschutzbeschichtungen industrieller und technischer Stahlkonstruktionen, welche Herausforderungen der Erhalt unserer historischen Infrastruktur mit sich bringt.
Demonstration von 3D-Sensoren und Scans
Beginn
3D-Sensoren in der Denkmalwissenschaft werden zur hochpräzisen digitale Erfassung historischer Bauwerke eingesetzt. Dabei ermöglichen Technologien wie Laserscanning und Photogrammetrie neue Einblicke in Zustand, Konstruktion und Veränderungen von Denkmälern.


