Industrie
Denkmalkategorie

Historische Obermühle und Scheunenmuseum

Über dieses Denkmal

Das Mühlengelände wird seit etwa 1600 genutzt. Das heutige Mühlengebäude entstand 1904 und ist als Kulturdenkmal geschützt. Nach der Stilllegung im Jahr 1979 blieb die Anlage über viele Jahre ungenutzt, bevor sie durch den Geschichtsverein wieder zugänglich gemacht und behutsam instand gesetzt wurde. Als wichtiger Bestandteil der lokalen Daseinsvorsorge sicherte die Mühle über lange Zeit die Versorgung der Bevölkerung und trug zur Sesshaftigkeit bei. Die Energiegewinnung beruhte auf einem komplexen technischen System mit zwei Teichen als Wasserspeichern, Mühlgraben, Stauwehr und oberirdisch sichtbaren Leitungsrohren. Verschiedene Antriebsarten konnten kombiniert werden, darunter Wasserturbine, Elektromotor bzw. Generator sowie zeitweise eine Dampfmaschine. Ein unterirdischer Kanal verbindet die Anlage mit der Untermühle.

Programm

Das Mühlengebäude kann vom Keller bis zum Dach besichtigt werden. Kundige Führungen erläutern die Geschichte der seit ca. 1600 genutzten Mühle, ihre Antriebstechnik und ihre Bedeutung für die lokale Daseinsvorsorge. Gute Fotomotive! Im Scheunenmuseum sind zahlreiche Gegenstände des bäuerlichen Lebens zu sehen und zu begreifen, darunter Objekte zu Ackerbau, Viehzucht, Bienenhaltung, Hofschlachtung, Flachsverarbeitung und Handwerk. Zum Denkmaltag gibt es Kaffee und Kuchen sowie Leckereien aus dem Mühlengarten. Weiter geht es zum 200 m entfernten historischen Backhaus.

Hinweise


Der Mühlenhof ist frei begehbar. Parkplätze in der Zufahrt und auf der Straße.

Führungen finden nach Bedarf statt. Siehe Uhr neben dem Mühleneingang.