Zehnthof
Über dieses Denkmal
Auf dem Südhang des Kirchberg Sinzig lag eine großflächige römische Villa Rustica, deren oberste von drei Schichten 2011 teilweise ausgegraben wurde. Auch später dürfte der Hang durchgehend bebaut gewesen sein. Der erste urkundliche Nachweis findet sich 762 als Kaiserpfalz (sentiaco palatio) im Verlauf der Frankfurt-Aachener Krönungsstarße. Rund ein Jahrhundert später erfolgte die Schenkung einschließlich der Besitzungen bis weit in die Eifel an das Aachener Marienstift; ab da bis zur Säkularisation unter Napoleon lieferte der Zehnthof den Messwein nach Aachen. 1856-71 erfolgte ein neugotischer rheinromantischer Umbau mit Gartenanlage und Orangerie von Peter Josef Lenné durch K.A. Broicher, Präsident des Appellationsgerichtshofs Köln. Nach vier Jahren Leerstand in den 1970er-Jahren wurde das Denkmal durch Dieter Schewe, Empfänger der Silbernen Halbkugel des Nationalkomitees Denkmalschutz, renoviert. In der früheren Zehntscheune liegt heute der Garten- und Rittersaal.
Programm
Von den Römern bis zur Rheinromantik
Zeiten
Von der Infrastruktur zum Denkmal: die verkehrsgünstige Lage des Sinziger Zehnthofs zwischen Rhein und Eifel als Ursprung von Besiedlung, römischer Villa, Kaiserpfalz, 950-jähriger Weinlieferung und Rheinromantik.
Hinweise
Leider nicht barrierefrei; teilweise im Freien. Anmeldung für Einzelpersonen nicht erforderlich.
