Ehemalige Synagoge von Deidesheim
Über dieses Denkmal
Die ehemalige Synagoge von Deidesheim wurde von der jüdischen Gemeinde im Jahr 1853 erbaut. Der bis dahin genutzte Betsaal am Marktplatz war wegen Baufälligkeit geschlossen worden. Der Plan zu dem im Rundbogenstil erbauten Gebäude stammt vom Bauschaffner des zuständigen Landkommissariats Neustadt, Konrad Kaercher. Die ehemalige Synagoge von Deidesheim gehört zu den wenigen erhaltenen jüdischen Bethäusern in der Pfalz. Auf Initiative des Freundeskreises entschied der Stadtrat von Deidesheim, dass der Innenhof vor der Synagoge den Namen „Oswald-Hugo-Feis-Hof“ erhält. Die Einweihung der Gedenkplakette fand am 20. Oktober 2020 statt. Im Jahr 2024 gab es zwei Jubiläen zu feiern, die Einweihung der Deidesheimer Synagoge vor 170 Jahren und die Gründung des Freundeskreises vor 30 Jahren am 24. August 1994.
Programm
Die ehemalige Deidesheimer Synagoge ist am Tag des offenen Denkmals für die Öffentlichkeit geöffnet. Die Vereinsmitglieder Achim Schulze und Wolfgang Scholl geben spannende Auskünfte zum Bau, zum einstigen jüdischen Leben in Deidesheim sowie zur Arbeit des Freundeskreises ehemalige Deidesheimer Synagoge e.V. Gezeigt wird zudem die Ausstellung „Der Wein und das Judentum“. Auf zwölf großformatigen Tafeln wird die Verbindung zwischen Wein und Judentum seit den frühesten Zeugnissen bis zur heutigen Zeit dargestellt. Dabei werden die religiösen Hintergründe und Dispute, die Riten und der Alltagsgebrauch ebenso wie Produktion, Handel und Verkauf beleuchtet. Die Ausstellung wurde kuratiert von Dr. Susanne Urban (SCHUM-Städte e.V. in Worms) in Kooperation mit der Landeszentrale für Politische Bildung Rheinland-Pfalz und dem Freundeskreis dauerhaft überlassen. Der Freundeskreis bietet außerdem für die Besucherinnen und Besucher zur Stärkung Brezeln und Getränke an.
Hinweise
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

