Karl-Steinbauer-Haus
Über dieses Denkmal
Der Markusplatz entstand in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf einer ehemaligen Schiffswinterung der Regnitz. Das Gebäude wurde 1889 nach Plänen von Jakob Maier als dreigeschossiges Mietwohnhaus im Stil der Neorenaissance errichtet und ist das erste dieser Art auf der Westseite des Platzes. Die reich ornamentierte Sgraffitofassade ist regional äußerst selten. Im Inneren haben sich zahlreiche originale Ausstattungen wie Treppenanlage, profilierte Türen, Stuckdecken und fränkisches Parkett erhalten. Das Haus war über 100 Jahre im Privatbesitz und ging 1994 an die evangelische Kirche über. Heute beherbergt es die Studierendengemeinde, studentischen Wohn- und Lebensraum sowie Meditationsräume. Energetisch war das Gebäude stark sanierungsbedürftig. Aktuell läuft eine denkmalgerechte, nachhaltige Sanierung mit energetischer Ertüchtigung, Fernwärmeanschluss und mit behutsamem Substanzerhaltung.
Programm
Am Markusplatz erwartet die Besucherinnen und Besucher am Tag des offenen Denkmals ein vielfältiges Programm rund um Geschichte, Handwerk und lebendige Nutzung. An anschaulichen Schautafeln wird die Restaurierung der historischen Sgraffito-Außenfassade dokumentiert und erläutert. Im Rahmen einer Schaubaustelle der Deutschen Stiftung Denkmalschutz steht der ausführende Restaurator vor Ort für Fragen und fachkundige Auskünfte zur Verfügung. Auch Kinder können selbst kreativ werden und eigene Kratzbilder gestalten. Pfarrer Thomas Braun gibt zudem Einblicke in die heutige Nutzung des Gebäudes, das die Hochschulgemeinde beherbergt. Im Studicafé laden Kaffee und alkoholfreie Getränke zum Verweilen ein.

