Gedenkstätte Bautzner Straße
Über dieses Denkmal
Das Gelände der Staatssicherheit an der Bautzner Straße in Dresden war zu Zeiten der SED-Diktatur Wirkungsort eines umfassenden Repressionsapparats, verantwortlich für politische Verfolgung, Haft und psychische Folter. Dieser Überwachungs- und Haftkomplex wuchs inmitten des Dresdner Elbhangs, der bis dahin für gehobenes Wohnen stand. Hier errichteten die Sicherheitsapparate der sowjetischen Besatzungsmacht und der DDR ihren Hauptsitz für das Land Sachsen bzw. später für den Bezirk Dresden. Die Gedenkstätte ist ein eindrückliches Denkmal der Unfreiheit in der DDR. In einem Rundgang kann nachvollzogen werden, wie der Repressionsapparat seine Gegner auszuschalten versuchte. Seit 1994 steht die ehemalige Untersuchungshaftanstalt unter Denkmalschutz. 1997 übernahm der Verein „Erkenntnis durch Erinnerung e. V.“ die Trägerschaft. Seither wurde die Gedenkstätte kontinuierlich erweitert. Die Dauerausstellung ist heute in regionale und internationale Netzwerke der Erinnerungskultur eingebunden.
Programm
• 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr: Kurzführungen zu jeder vollen Stunde • 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr: „Guten Tag! Sie sind verhaftet! Ein begehbares Hörspiel“. Teilnehmer geraten scheinbar in die Wirren der Untersuchungshaft. Gefängnisinsassen erzählen von ihrem Alltag, von Demütigungen, ihrer Wut und Resignation. Aber auch die Täter haben eine Stimme, seien es ein fanatischer Aufseher oder der Oberstleutnant beim Verhör. • 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr: „Vom sowjetischen Kellergefängnis ins Lager. Zeitzeugen berichten über ihr persönliches Schicksal“. In einem Audioguide führen Zeitzeugen durch die Kellerräume und beschreiben ihre Erfahrungen während der Haft. Ergänzend zu den persönlichen Berichten werden die Besucher in den historischen Kontext der frühen Besatzungszeit eingeführt. • 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr: Bürgerberatung und Antragsannahme mit dem Stasiunterlagen-Archiv Dresden • 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr: Getränke und Imbiss in der Cafeteria
Kurzführungen zu jeder vollen Stunde
Zeiten
Von 1953 bis 1989 war das Areal an der Bautzner Straße Sitz der Stasi-Bezirksverwaltung. Die Führung zeigt die original erhaltene Untersuchungshaftanstalt mit Zellen, Vernehmungsraum und Fahrzeugschleuse und beleuchtet Haftgründe, -bedingungen sowie persönliche Schicksale.

