Roter Turm der Stadtbefestigung Oberwesel
Über dieses Denkmal
Der Rote Turm ist bekannt als Haagsturm, seit ihn der viktorianische Aquarellmaler Carl Haag (1820-1915) zu seinem Wohnsitz ausgebaut hat. Sein Bruder ersteigerte die Turmruine in Haags Auftrag 1864 für 105 Thaler. Im Jahre 1386 wurde der Rote Turm erstmals in einem Dokument genannt. Er markierte als Pendant zum Ochsenturm im Norden die Grenze zwischen der Kirchhausener Vorstadt und der Oberweseler Altstadt. So wie der Rote Turm sich heute präsentiert, ist er weitgehend das Werk des Malers Carl Haag. Der ließ ihn in den Jahren von 1864 bis 1866 nach Beratungen mit dem Baurat Ludwig Lange (1808-1868) und dem Architekten Friedrich Carl Mayer (1824-1903) umbauen. Die mittelalterliche Bausubstanz wurde dabei geschont. Die vorhandenen Rundbogenöffnungen ließ Haag mit Maßwerk schließen und in Erdgeschosshöhe ein zusätzliches Maßwerkfenster einsetzen. Die Dachform und oberer Abschluss wurden dem Sinwellturm der Kaiserburg in Nürnberg nachempfunden, dem Heimatort von Haag.
Programm
Denkmalführungen nach Bedarf, Ausstellung
Hinweise
Der Eingang liegt an der Liebfrauenstraße, gegenüber des Busbahnhofs Oberwesel.


