Gedenktafeln für das KZ Gebhardshagen
Über dieses Denkmal
Fast 450 KZ-Häftlinge waren im Sommer 1944 im KZ Gebhardshagen untergebracht. Es handelte sich mehrheitlich um Franzosen, aber auch um Russen. Die Unterbringung erfolgte im Reichswerke-Lager 52. Die Häftlinge mussten für die Erzbergbau Salzgitter GmbH arbeiten. Ein Teil von ihnen wurde als Bergarbeiter im Schacht Haverlahwiese I eingesetzt. Die Mehrzahl der Häftlinge leistete über Tage Zwangsarbeit. Nach ca. zwei Monaten wurde das Lager wieder aufgelöst und die Häftlinge am 30. September zurück in das Stammlager Neuengamme transportiert.
Programm
Erinnerung an die Zwangsarbeit im Erzbergbau – Einweihung von Informationspulten: Nach Kriegsbeginn 1939 mussten zahlreiche zivile Zwangsarbeitende, Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge im Bergwerk Haverlahwiese der Reichswerke „Hermann Göring“ arbeiten. Untergebracht waren sie in fünf Barackenlagern zwischen Altenhagen, Gebhardshagen und Gustedt. Das KZ-Außenlager Gebhardshagen wurde im Sommer 1944 nahe des Schachts Haverlahwiese II eingerichtet. Zwei Monate mussten die etwa 450 Männer über- und untertage Zwangsarbeit leisten. Zukünftig werden drei Tafeln entlang des Waldwegs zwischen Gebhardshagen und Altenhagen über die Geschichte der Zwangsarbeit im Erzbergbau informieren. Wir laden herzlich zur feierlichen Einweihung ein. Nach kurzen Redebeiträgen werden wir vom Treffpunkt zur Tafel am ehem. KZ-Standort laufen (etwa 4 km Fußweg auf Waldwegen).
Hinweise
Treffpunkt: Wanderparkplatz Altenhagen. Die Führung findet draußen statt. Der Weg ist nicht barrierefrei.
