Wohnstallhaus Grafenwiesen
Über dieses Denkmal
Mitten in Grafenwiesen, an einer Kreuzung im Herzen des Ortes, steht das historische Wohnstallhaus der Familie Nirschl. Ein sichtbares Stück Dorfgeschichte und ein Erinnerungsort über Generationen. In der Nacht vom 5. auf den 6. März 2024 brannte der Dachstuhl. Was zunächst wie das Ende wirkte, wurde zum Beginn einer besonderen Auseinandersetzung: Erhalten oder abreißen? Untersuchungen zeigten, dass der Brand zwar große Schäden verursachte, die wertvollen historischen Bereiche im Erdgeschoss – Stube, Kammer und Fletz – jedoch weitgehend erhalten blieben. Möglicherweise zählt das Haus zu den ältesten Bauernhäusern im Bayerischen Wald. Mit dem Konzept „Notsicherung Plus“ entsteht mehr als ein Provisorium: Eine neue Massivholzkonstruktion schützt das Denkmal, schafft nutzbaren Raum und kann Teil der dauerhaften Sanierung werden. Alte Bauteile werden gesichert und in die neue Struktur integriert. So wird aus einem Brandfall ein Modell für den zukunftsfähigen Umgang mit gefährdetem Bestand.
Programm
Führung vom Architekten Peter Haimerl
Beginn
Architekt Peter Haimerl führt durch das brandgeschädigte Wohnstallhaus der Familie Nirschl in Grafenwiesen und erläutert vor Ort das Konzept „Notsicherung Plus“. Im Mittelpunkt stehen die Geschichte des Hauses, die erhaltenen historischen Bauteile und die Frage, wie ein schwer beschädigtes Denkmal nicht nur gesichert, sondern in eine neue Zukunft überführt werden kann. Die Führung gibt Einblick in den Umgang mit Bestand, Erinnerung und zeitgemäßer Holzkonstruktion.


