Sonstiges
Denkmalkategorie

Historisches Speicherhaus „Die Eiche“

Über dieses Denkmal

1873 ließ Thomas Johann Heinrich „Henry“ Mann an der Untertrave 34 den Kornspeicher „Eiche“ errichten. Der denkmalgeschützte Speicherbau aus rotem Backstein mit strenger Fassadengliederung, früheren Luken, sieben Böden und weitgehend erhaltenem hölzernen Tragwerk war auf die Aufbewahrung eines vergänglichen, metabolischen Gutes hin gebaut: Korn. Mit der Umwandlung zum Kolumbarium bleibt die Speicheridee erhalten, wechselt aber ihre Ebene. Aus dem Lager für Nahrung wird ein Ort, an dem Namen, Lebensgeschichten und Dinge als Semiophoren bewahrt werden – als Zeichen, die zwischen Gegenwart, Vergangenheit und den Verstorbenen vermitteln. Die neue Nutzung greift die klare, setzkastenartige Struktur des Hauses auf und verwandelt sie in Räume für Urnen, Trauerfeiern, Kunst und biografische „Lebenszeichen“. So verbindet das Kolumbarium DIE EICHE Denkmalschutz und Abschiedskultur: nicht als museale Stillstellung, sondern als langfristige, würdige Weitergabe von Geschichte.

Programm

Wir bieten einen Einblick ins Denkmal innerhalb der neuen Nutzung als Kolumbarium. Dieser einzigartige Urnenfriedhof geht eine Symbiose mit den Zielen des Denkmalschutzes ein. Beide sind per definitionem auf eine äußerst langfristige Erhaltung und einen würdigen Umgang mit der Geschichte ausgelegt.

Hinweise


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